Unser Häs

Der Grundstoff ist ein Overall, auf dem Filzblätzle in den Farben rot, grün, gelb, blau, orange und schwarz aufgenäht sind. Im Durchschnitt sind das ca. 1.800 Stück  pro Häs. Ebenso gehören an ein Hänsele insgesamt 13 Glocken. Fünf davon am Rücken, vier im Brustbereich und zwei pro Oberarm.
In der Hand hält das Hänsele den „Stecken“. Dieser Stecken, der eigentlich Hänselestecken heißt, ist ein gedrehter Rohrstock, der in den Farben blau, rot und gelb bemalt ist. An jedem Hänselestecken hängt mindestens eine Saubloter. Bei den Umzügen wird zusätzlich der so genannte „Kopf“ getragen. Dies ist eine Haube mit Sehschlitzen und einem Latz, der ebenso wie das Häs mit farbigen Blätzle benäht ist. Den „Kopf“ ziert noch ein schwarzer Hahnenkamm.
Vor und nach den Umzügen tragen die Hänsele das so genannte „Schiffle“. Damit alles schön abgerundet ist, tragen wir schwarze Schuhe, schwarze Handschuhe und einen schwarzen Rollkragenpullover. Für die aktiven Hänsele gehört noch die Hänseleplakette dazu.

Die Saubloter

Am Anfang oder Ende des Jahres (je nachdem wie Dreikönig fällt) wird mit den Junghänsele zusammen am Hans Kuony Haus, in der Höllstraße 21 in Stockach,
die Saublotern aufgeblasen.
Wie der Name schon sagt, ist das eine Schweineblase, die gereinigt und gewaschen wird. Die Bloter wird dann mit Luft gefüllt, abgebunden, getrocknet und geräuchert. Die ganz harten Jungs blasen die Saubloter mit einem Röhrchen auf, die anderen nehmen den Kompressor. Jedes Hänsele braucht mindestens eine Saubloter als  „Schlagwerkzeug“ an seinem Hänselestecken.
Beim Saubloterfescht wird ein Wettbewerb abgehalten, wer innerhalb von 3 Minuten die meisten Saublotern mit Lungenkraft aufgeblasen bekommt. Der Gewinner ist dann der Saubloterkönig und bekommt ein kleines  Präsent überreicht.